Arbeitslosigkeit

Ziel des Lambsdorff-Papiers war, die lt. eigenen Worten "schlimmste soziale Unausgewogenheit" zu beseitigen - Die Arbeitslosigkeit.

Wirklichkeit:

Die Arbeitslosigkeit ist im Neoliberalismus besonders stark gestiegen und bleibt trotz "boomender" Wirtschaft auf hohem Niveau (Stand 1/2018):

arbeitslosigkeit

Update 1/2018: Die aus 2012 stammende Feinrecherche lässt sich aus technischen Gründen leider nicht mehr fortschreiben. Deshalb die nachfolgenden Jahre als Internet-Grobrecherche wie folgt:

Erläuterungen

Die Position „Arbeitsplätzebedarf“ umfasst alle Menschen, die in irgendeiner Form Arbeitslosengeld bezogen haben, also Arbeitslosengeld I und II (ab 2005), bzw. bis 2004 Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe einschließlich Teilen der früheren Sozialhilfe, hauptsächlich die „laufende Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen“, da insbesondere diese sehr umfänglich im nunmehrigen „Arbeitslosengeld II“ enthalten sind. Dabei habe ich jegliche Positionen „Kurzarbeit“ wie auch „Arbeitslosengeld bei Weiterbildung“ (denn diese sind jeweils noch in regulärer Arbeit) bzw. „Sozialgeld“ (denn diese sind nicht arbeitsfähig) herausgerechnet, um mich nicht dem Vorwurf unzutreffender, künstlicher Erhöhung der Arbeitslosenzahlen auszusetzen.

Die Zahlen der Feinrecherche stammen im wesentlichen aus dem Kapitel „Sozialleistungen“ der Statistischen Jahrbücher, also nicht, wie es eigentlich nahe liegen würde, aus dem Kapitel „Arbeitsmarkt“. Doch dazu mehr unter "Statistische Erläuterungen". Hier nur schon mal ein erster Eindruck, wie sehr seitens der Politik auf diesem Gebiet Hütchenspielerei betrieben wird.

Ergebnis

Auch unter Einbeziehung der Position „BA-bekannte Stellen“ aus den Arbeitsmarktberichten der BA blieb das Arbeitsplatzangebot bis 2014 fast dreißig Jahre unterhalb 1 Mio und bringt es trotz Boom (Stand 1/2018) mal gerade auf 1,2 Mio. Das ist ein derart krasses Missverhältnis zur Zahl der benötigten Arbeitsplätze von 5,66 Mio., dass man sich nur noch empören kann, wie es bei Hartz IV zu einer Politik des „Forderns“ kommen konnte, ohne auch nur ansatzweise die nötigen Arbeitsplätze dafür zu haben. Stattdessen der immer weiter währende Versuch, den niemals eine Chance habenden 4,4 Mio weiszumachen, sie hätten sich nur nicht genügend angestrengt und seien nicht "flexibel" genug. Aber auch das gehört ja zum Neoliberalismus, den Menschen die "Schuld"zu geben, statt sich selber mal an die Nase zu fassen und sich sein eigenes Versagen vor Augen zu führen. Ich komme darauf zurück.

Bitte wählen: "Statistische Erläuterungen." oder weiter zu Staatsverschuldung

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