Einkommen und Vermögen

Auch in Sachen "Einkommen und Vermögen" sollte durch die Anwendung neoliberaler Theorien alles besser und gerechter werden. Die Steuersenkungen gerade bei den obersten Einkommensschichten würden schon dafür sorgen, dass alles gut und gerecht werde und für alle genügend abfiele ("Pferdeäpfeltheorie").

Wirklichkeit:

Die sozialen Unausgewogenheiten wurden auch hier größer. Explodierende Immobilienmärkte, kaum noch bezahlbarer Wohnraum. Stagnierende Löhne. Sehen wir uns die Entwicklung der Vermögensentwicklung ganz einfach mal an:

Vermögen

vermoegen

Erläuterungen

Die untersten 70% der Gesamtbevölkerung (1. bis 7. Dezil) haben die gesamten Jahre über einen Anteil am Gesamtvermögen von maximal 10% gehabt, der sich im Gegensatz zur Steigerung des gesamten Volkseinkommens allerdings nicht steigerte, sondern sich vielmehr deutlich verringerte (vgl. 7. Dezil).

Exorbitante Vermögenssteigerungen, und zwar gerade in den letzten Boomjahren des Neoliberalismus ab 2002 gab es hingegen bei den reichsten 10% (10. Dezil). Also bei denen, von denen wir wegen der „Abschneidegrenze“ überdies noch wissen, dass sie ja noch nicht einmal die Allerreichsten in unserem Lande sind. Auch die Entwicklung der Einkommen ist nicht schmeichelhaft für die Vertreter des Neoliberalismus:

Einkommensentwicklung

Da zeigt sich nach den Erhebungen und Feststellungen des Statischen Bundesamts (destatis:Datenreport 2008), "dass die ärmsten 20% der Bevölkerung (das unterste Quintil) langjährig über knapp 10% des monatlichen Gesamteinkommens verfügen", die reichsten 20% (oberstes Quintil) hingegen langjährig über "etwa 35% des monatlichen Gesamteinkommens".

Und weiter: "Am Ende der 1990er Jahre hat sich die gesamtdeutsche Ungleichheit der Einkommen erhöht und ist nach dem Jahr 2000 weiter gestiegen (Anm. d. V.: also genau zu der Zeit, als die Umsetzung der neoliberalen Theorie unter Rot/Grün endgültig volle Fahrt aufnahm).

"Inzwischen ist das Ausmaß der Einkommensungleichheit auf einem der höchsten Niveaus der vergangenen Jahrzehnte angelangt“ (ebda S. 164).

Wundern Sie sich, dass meine Zahlen nur bis 2009 sind? Nun, ich habe die Zahlen mangels Lust und Zeit nicht aktualisiert, denn an den obigen Größenordnungen hat sich nach allem, was ich täglich lese und höre und nach meiner jüngsten Grobrecherche 2014 nichts Wesentliches geändert. Doch? Dann schreiben Sie mir, ich werde es prüfen und mit über 99%iger Wahrscheinlichkeit widerlegen. Hier geht's weiter zu den Erhebungsdetails: "Einkommen und Vermögen - Erhebungsgrundlagen"

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